Eine Einladung an dich, zur Ruhe zu kommen.
…Still-Werden.
…Hinhorchen.
…Spüren, was wesentlich ist.
Wir arbeiten im Sitzen, Liegen, Gehen und Stehen. Alle Übungsaufgaben orientieren sich am konkreten Erleben. Wir erfahren, wie die Schwerkraft auf uns wirkt, wo wir festhalten, wie unser Atem gehen möchte. Dazwischen ist jederzeit Gelegenheit zum Ausruhen.
Die gemeinsamen Übungsabende finden einmal monatlich statt und können einzeln besucht werden.
Nächste Termine: 27.03. / 24.04. / 29.05. / 26.06. jeweils Freitag von 18.00 – 19.30 in Pottenstein (Beitrag 27€)
Elsa Gindler beobachtete in ihrer Arbeit als Gymnastiklehrerin, dass die Erwachsenen ihren Körper zwar während der Übungsstunden zweckmäßig gebrauchten, dass die positiven Haltungs- und Zustandsveränderungen jedoch im Alltag nicht mehr zu sehen waren. So forschte sie nach einer Art und Weise des Arbeitens, die zu anhaltenden Veränderungen in der Atmung, im Spannungszustand des Körpers und im bewussten Empfinden von Zustandsqualitäten führte. Ihr Ziel war es, die Menschen in Kontakt zu ihrem Körper zu bringen und dessen organische Prozesse begreifbar und wahrnehmbar zu machen, so dass jeder die Fähigkeit zur Selbsthilfe entwickeln konnte.
»Wollen sie Therapie, geholfen bekommen, oder sind sie bereit, sich für die Möglichkeit des ›Selbsthelfenkönnens‹ zu interessieren?«
(aus Kursnotizen Elsa Gindlers, 25.06.1957)
Ihre Arbeit besteht nicht in bestimmten Übungen, die nachgemacht werden, sondern in Wahrnehmungsaufforderungen, die die Qualität des eigenen Verhaltens erlebbar machen. Beispielhafte
Arbeitssituationen sind das Wahrnehmen der Auflageflächen im Liegen oder das Erspüren der
Schwerkraftwirkung auf bestimmte Körperteile.
»Wie können wir zur Ruhe kommen? Ich möchte immer wieder betonen, dass es sich für mich nicht um eine utopische, weltflüchtige Ruhe und ›Harmonie‹ oder
um ein Konzept zum besseren Ertragen der Weltmisere handelt, sondern dass diese Ruhe und Stille reagierbereiter, tatbereiter, erfolgreicher, vor allem wacher für ein Reagieren auf Zusammenhänge
und überhaupt die Erkennung von Zusammenhängen macht. Sodass wir nicht immer am Symptom herumkurieren, wenn wir die Ursachen der Störungen beseitigen können.« (Elsa Gindler, 1931)
In diesem Sinne möchte ich den TeilnehmerInnen Anlässe zur Auseinandersetzung mit dem Funktionieren des eigenen Körpers, zum Erspüren von
Zustandsqualitäten und zur Arbeit an Verspannungsmustern geben. Weitere Elemente sind das Beobachten und Experimentieren mit der Atmung.
+43 664 4344171
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www.raumfuerbewegung.at